Zehntklässler diskutieren mit Johannes Wiegelmann

Wer vertritt eigentlich die Perspektive junger Menschen in der Politik? Wie geht der Krieg in der Ukraine weiter und was bedeutet die Bedrohung durch Russland für Deutschland? Und wie verändert künstliche Intelligenz die Arbeitswelt? Darüber hat der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Wiegelmann mit einer zehnten Klasse an der Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler hatten vor einigen Wochen den Deutschen Bundestag in Berlin besucht; zurück im Klassenzimmer kamen sie nun mit ihrem Wahlkreisabgeordneten persönlich ins Gespräch.

Wie viel Einfluss ein einzelner Abgeordneter nehmen kann, erläuterte Johannes WIegelmann am Beispiel der Rentenreform. Die „Junge Gruppe“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion habe mit ihrer Haltung die Debatte maßgeblich mitgeprägt. Auch über die Frage, ob und wie Jugendliche stärker an politischen Entscheidungen beteiligt werden sollten, wurde gesprochen. Johannes Wiegelmann betonte dabei, wie wichtig es sei, gerade in einer alternden Gesellschaft die Perspektiven junger Menschen ernst zu nehmen, und ermunterte die Schülerinnen und Schüler, sich selbst in politischen Parteien oder Vereinen zu engagieren.

Die Schüler interessierten sich außerdem für seinen Arbeitsalltag, seine Entscheidung für die CDU und den Einfluss künstlicher Intelligenz auf seine Arbeit. Auch die vergleichsweise hohen Steuern in Deutschland kamen zur Sprache. Wiegelmann verwies auf den leistungsfähigen Sozialstaat und Leistungen wie die gesetzliche Krankenversicherung – Bereiche, in denen Deutschland, allen Schwierigkeiten zum Trotz, im internationalen Vergleich noch immer eine Vorreiterrolle einnehme.

Besonders intensiv ging es in der weiteren Diskussion um den Krieg in der Ukraine und die Bedrohung durch Russland. Dabei standen auch hybride Angriffe, der freiwillige Wehrdienst und eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht im Mittelpunkt, ein Thema, das die Schülerinnen und Schüler sehr beschäftigt.

Mit Blick auf die Zukunft machte der Bundestagsabgeordnete deutlich, vor welchen großen Aufgaben die junge Generation steht: von wirtschaftlichen Unsicherheiten und dem Klimawandel über die Folgen künstlicher Intelligenz für den Arbeitsmarkt bis zur Sicherung der Sozialsysteme und des Friedens in Europa.

„Ein Austausch wie heute ist für beide Seiten wertvoll“, betonte Wiegelmann. Für ihn seien solche Gespräche wichtig, um herauszufinden, welche Themen die jungen Menschen besonders beschäftigen; umgekehrt biete sich den Schülern die Gelegenheit, politische Zusammenhänge zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden.